Christuskirche

der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Neumarkt i.d.OPf.

Anschrift:
Kapuzinerstraße 3, 92318 Neumarkt > Karte
Unsere Kirche ist offen: täglich von 10 – 16 Uhr
siehe auch hier ...

Ruhe finden - beten - ein hohes Gut!

Barrierefreiheit:

  • Eingang Kapuzinerstraße rechts mit Rampe 
  • Rollstuhlgeeignet
  • Induktionsanlage für Hörgeräte

Renovierung Christuskirche

Geschichte bewahren. Zukunft gestalten!
Unter diesem Motto steht eines der größten Projekte der Kirchengemeinde, die Renovierung unserer Christuskirche in den nächsten Jahren.
Viele Informationen zum Projekt finden Sie auf einer eigens hierfür erstellten Webseite mit einem Klick auf das violette Logo.

 

Darüberhinaus gibt es auf dieser Webseite im Menüpunkt "Spenden & Helfen" die Unterseite "Projekt Christuskirche" mit Hinweisen zum Stand der Planungen und zum Baufortschritt.

 

Zur Geschichte

Die heutige Evangelisch-Lutherische Christuskirche war vormals Klosterkirche der mit der Durchführung der Gegenreformation betrauten Kapuziner. Gundsteinlegung 1674, Einweihung am 3.Oktober 1677 durch den Eichstätter Weihbischof Wilhelm Benz auf den Heiligen Antonius von Padua.

1802 mussten die Kapuziner im Zuge der Säkularisation Neumarkt verlassen. Die Gebäude des Klosters wurden 1804 versteigert, die Klosterkirche in drei Scheunen bzw. Wirtschaftsgebäude aufgeteilt.

Im frühen 19.Jahrhundert fanden evangelische Bürger aus Franken und aus dem „Landl“ wieder Heimatrecht in Neumarkt. Es waren vor allem Kaufleute und Soldaten des Chevauxleger-Regiments und ihre Familien. Zu Gottesdienst und Abendmahl hatten sie einen dreistündigen Fußweg bis nach Sulzbürg und wieder zurück.Die damals 140 Gemeindemitglieder ergriffen selbst die Initiative zur „Schaffung eines Gottesdienstlokales“.

1854 konnte der mittlere Teil der ehemaligen Kapuzinerkloster-Kirche erworben und durch Spenden, auch von vielen Gemeinden und Einzelpersonen in Bayern, zu einem Gottesdienstraum umgebaut werden. Nach mehr als 230 Jahren fand bei der Einweihung am 16. Dezember 1855 wieder ein Evangelisch-Lutherischer Gottesdienst in Neumarkt statt.

Erst 1857 erhielt Neumarkt einen königlich-bayerischen Vikar und wurde somit eine eigene Kirchengemeinde.

Durch den raschen Anstieg der Zahl der Gemeindeglieder wurde eine Erweiterung notwendig. Mit Hilfe von Spenden aus ganz Deutschland, aus Dänemark, Schweden und Amerika konnte der Westteil der ehemaligen Klosterkirche erworben werden. Initiator dieser Sammelaktion war der königliche Landgerichtsassessor Joseph Schoenniger aus Nürnberg, dessen Frau von ihrem Rheumaleiden im Wildbad in Neumarkt Genesung fand. So konnte der westliche Teil der ehemaligen Klosterkirche, die sogenannte Kornburger Scheune, und das König’sche Häuschen erworben werden. Dank zahlreicher weiterer Spenden (vor allem durch den Verkauf des „Neumarkter Predigtbuches“) erhielt die Kirche einen Turm mit drei Glocken. Altar und Eingang wurden in Ost-West-Richtung verlegt. Die zweite Einweihung fand am 31.August 1862 statt.

In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Gemeinde abermals. Ihre Zahl betrug schon rund 1.500 Gemeindeglieder. Nachdem 1936 das an die Kirche angebaute Haus „Im Kloster 9“ (Ostteil der ehemaligen Klosterkirche) gekauft werden konnte, wurde „der Schlussstein im Kirchenbau Neumarkt gesetzt“. Der Chorraum wurde zu einem Viertel mit der Kirche verbunden und zu drei Vierteln zum sogenannten Kirchsaal im 1. Stock zusammen mit einer 3-Zimmer-Wohnung im Hochparterre ausgebaut. Im Anbau wurden außerdem WC, Garderobe, Sakristei und ein Zimmer im 1. Stock integriert. Den Chorraum schmückt von nun an ein Lindenholz-Kruzifix mit Christusfigur des Münchener Künstlers Helmut Ammann. Auf der Empore wurde eine neue Steinmeyer-Orgel aufgestellt. Altar und Kanzel aus rotem Nürnberger Sandstein stiftete der Neumarkter Apotheker Karl Speier. Die dritte Einweihung durch Landesbischof Meiser fand am 16.Oktober 1938 statt.

Im zweiten Weltkrieg mußten 1942 zwei der drei Glocken für Kriegszwecke abgeliefert werden.

1945 erlitt der Kirchturm durch Bomben und Granaten Beschädigungen: Kirchendach und -fenster sowie die Orgel wurden schwer getroffen.

1952 wurden die Schäden behoben. Der Kirchturm wurde nach Plänen von Architekt Georg Engel bis zum Kranz abgetragen, das Fundament vergrößert und der Turmhelm in der heutigen Form aufgebaut.

1953 fand die Weihe der vier neuen Glocken statt.

Seit 1956 erinnern im Vorraum der Kirche Gedenktafeln an die Gefallenen der beiden Weltkriege.

1985 wurde die Tradition des Kirchweih-Sonntags wieder aufgenommen und dem Gotteshaus zur 130-Jahr-Feier der Name „Christuskirche“, in Anlehnung an die dominierende Christusfigur im Altarraum, verliehen.

1986 erhielt die Kirche einen Bildteppich „Werke der Barmherzigkeit“ entworfen und ausgeführt vom Künstlerehepaar Münch, Ebrantshausen und

1987 die gestifteten  Buntglasfenster „Ostern“ und „Pfingsten“ – entworfen von dem Künstler Helmut Münch, Ebrantshausen.

1995 wurde die neue Sonnen-Orgel der Firma Eule, Bautzen eingeweiht. Im Zuge dessen wurde auch die Empore vergrößert.

Es folgte im Jahr 1999 der Dornbusch-Leuchter. Ambo (Lesepult) und Kerzenständer im Jahr 2000, und 2003 Wandablagen für die Bibel und das Buch mit den Gebetsanliegen. Alle nach Entwürfen des Künstlers und Schmieds Hans Hahn aus Winkelhaid, welcher die Einrichtungsgegenstände auch selbst anfertigte.

Im Jahre 2005 wurde das 150-jährige Bestehen der Christuskirche gefeiert.

Die nächste größere Baumaßnahme war die Neueindeckung des Kirchturmdaches im April 2006.

Die Kirchenglocken

Das Geläute der Glocken ist eine Bekanntmachung der christlichen Kirchengemeinde. In einer Evangelischen Kirchenordnung um das Jahr 1600 heißt es im Blick auf den Gebrauch der Glocken: "Denen, die außer der Kirche seynd zum Zeichen, daß sie mit denen, so in Gottes Haus sind, ihre Hände zu Gott erheben und mitbeten sollen".
Ob einzeln oder im schönen Zusammenklang laden unsere vier Glocken ein, den Tag zu unterbrechen, um im Morgen- und Abendgebet unser Leben vor Gott zu bedenken, mittags um 12 Uhr für den Frieden zu beten, und mit der Gemeinde die Gottesdienste zu feiern. (Auszug aus Heft "Evangelisch-Lutherische Christuskirche Neumarkt", Kirchengemeinde Neumarkt, 1.Auflage 2005) 

5. Februar 1942: Zwei der drei Glocken mußten für Kriegszwecke abgeliefert werden.

1953: Erwerb eines neuen Geläutes der Firma F. W. Schilling, Heidelberg nach Reparatur des Kirchturms 1952.

  • Sterbe- (u. Gebets-)glocke - Symbol: Kreuz; Inschrift: Vergib uns unsre Schuld
  • Taufglocke - Symbol: Königskrone; Inschrift: Siehe dein König kommt zu dir
  • Trauglocke - Symbol: zwei ineinander gefügte Ringe; Inschrift: Freut euch, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind
  • Dreifaltigkeitsglocke - Inschrift: Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit

Stimmung: gis' - h' - cis'' - e''; Gewicht: 541 kg, 325 kg, 226 kg, 156 kg; gegossen im Jahr 1952.
(Quelle: www.glockenklaenge.de/orte/nm/neumarkt_ev.html)

Mehr zum Thema bei "Kirchenmusik".

Kirchenportal und Gartentor

Der Kirchgarten

Die Buntglas-Fenster

Zwei Buntglasfenster "Ostern" und "Pfingsten" aus dem Jahr 1987 nach einem Entwurf von Helmut Münch.

Einrichtungsgegenstände

Die Eule-Sonnen-Orgel

Sonnen-Orgel der Firma Eule-Orgel-Bau aus Bautzen. Weihe am 8. Oktober 1995.

Mehr zum Thema bei "Kirchenmusik".

Impressionen aus der "Nacht der Kirchen"

360-Grad Ansichten

Offene Kirchen in Bayern

Hier finden Sie auch eine Beschreibung unserer Christuskirche und touristische Hinweise.
Offene evangelische Kirchen in Bayern: offene-kirchen-bayern.de