Leserbrief zum Artikel „Flugblattaktion in Neumarkter Christuskirche als Protest“ vom 4. August

Erstellt von KV |

Der Kirchenvorstand der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Neumarkt i.d.OPf. nimmt Stellung

Am Ende des Gottesdienstes am vergangenen Sonntag wurden Flugblätter von der Empore der Christuskirche geworfen. Als Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Neumarkt distanzieren wir uns entschieden von dieser Form des Protests. Die Christuskirche ist ein Raum des Gebets, der Zuflucht und des gemeinsamen Glaubens. Gottesdienste und Gotteshäuser dürfen nicht als Bühne für kirchenpolitische Konflikte instrumentalisiert werden.

Wir haben großes Verständnis dafür, dass die Situation rund um die Suspendierung von Pfarrer Alexander Proksch in den betroffenen Landl-Gemeinden tiefe Emotionen und Sorgen auslösen. Dialog und freie Meinungsäußerung sind Kernbestandteile unserer evangelischen Identität. Der Ort und die Art und Weise dieser Flugblattaktion haben jedoch Grenzen überschritten und die Würde des Gottesdienstes sowie die Gefühle der anwesenden Gottesdienstbesucher verletzt.

Kritik und Unmut müssen dort geäußert werden, wo sie hingehören: im direkten, respektvollen Dialog innerhalb des vorgesehenen Verfahrens und in den dafür zuständigen Gremien um eine sachliche Klärung zur erreichen. Wir wünschen uns einen respektvollen und wertschätzenden Umgang ohne jegliche persönlichkeitsverletzenden Äußerungen oder gar Drohungen.

Zudem danken wir Dekanin Murner, allen Pfarrpersonen und weiteren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden für das große Engagement, um das Gemeindeleben aufrechtzuerhalten.

Manuela Bayerl, Bernhard Hammerbacher (Vertrauensleute) für die

Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Neumarkt i.d.OPf.

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