Christoph Steiner-Heinlein, Foto Sandra Steiner

18. April: Cello-Recital „Tanz der Zeit“

Erstellt von bh/kb |

Ein besonderer Abend: Christoph Steiner-Heinlein spielt und kommentiert Werke von Bach, Kodály und Honegger. Sa. 18. April 18.00 Uhr Christuskirche

Am Samstag, 18. April 2026 findet um 18.00 Uhr in der Neumarkter Christuskirche ein Cello-Recital statt. Cellist Christoph Steiner-Heinlein aus Erlangen spielt und kommentiert das Konzert unter dem Titel „Tanz der Zeit“.

„Die Idee, eine Jazz-Suite für Cello solo zu schreiben, entstand bei der Vorstellung, wie es klingen würde, wenn Barockmeister wie Bach in der heutigen Zeit leben und eine Tanz-Suite schreiben würden. Wahrscheinlich würden bestimmte Konventionen der traditionellen Form beibehalten, etwa das Prelude, um die Tonart festzulegen, oder der Wechsel von langsamen und schnellen Sätzen. Aber einiges wäre heute sicherlich anders, die Harmonik komplexer und nicht durchgehend tonal, bestimmte Modetänze wie Gigue oder Bourré würden im Suitenmodell durch lateinamerikanische oder Jazz-Standards ersetzt.“ 
Dieser Vision des italienischen Komponisten Lucio Franco Amanti folgend stellt das Konzertprogramm die genannten Sätze seiner Jazz-Suite unmittelbar den jeweiligen barocken Tanzpendants aus Bachs dritter Cellosolosuite gegenüber. Auch diese sprüht in jedem Satz vor Kraft und Lebensfreude und begeistert mit ihrer energischen Tonart C-Dur.

Gerahmt wird die Zeitreise der Tänze von drei sehr unterschiedlichen tänzerischen Werken: Während Honeggers Paduna (1945) einen sehr gemessenen und dennoch eleganten Schritt wählt, kann der Cellist in Penderckis beschwörendem bis archaisch-verwegenem Tanz für Solocello (2016) in Disziplinen wie Rhythmusgefühl, Verve, Agogik und Attacke brillieren. Abgerundet wird das Programm mit dem feurig-wilden Schluss-Satz aus Kodálys Cellosonate (1915), der zahlreiche Anleihen effektvoller Balkantänze vereint.

Der Cellist Christoph Steiner-Heinlein erhielt seine musikalische Ausbildung bei Annemarie Dengler-Speermann an der Hochschule für Musik Würzburg. Weitere Impulse gaben Meisterkurse bei Cellisten wie Bernard Greenhouse oder Pieter Wispelwey. In seinen Konzerten widmet er sich vorwiegend selten gespielter Literatur für Violoncello solo und erläutert diese dem Publikum auf unterhaltsame Weise.

Herzliche Einladung zu diesem besonderen Abend, der Eintritt ist frei.

 

Plakat Cello-Recital „Tanz der Zeit“ (1 MB)

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