Im Interview erzählte Herr Riedel etwas über seine Laufbahn an der Orgel.
Wie sind Sie eigentlich zur Orgel als Instrument gekommen?
Mit 10 Jahren begann ich, Klavier zu lernen, und als Jugendlicher ging ich oft mit meinen Eltern in die Egidienkirche in Nürnberg. Dies weckte mein Interesse am Orgelspiel, worauf mir die dortige Organistin, Frau Marianne Sommer, einige Jahre Unterricht erteilte. Bald ließ sie mich auch regelmäßig im Gottesdienst spielen.
Nach einigen Jahren wendete ich mich aber wieder ganz dem Klavier zu, meinem Hauptinstrument während des Studiums und der Ausbildung zum Musiklehrer.
Wie kam es zur “Rückkehr” auf die Orgelbank?
Erst im Jahr 1995 kam ich wieder, eher zufällig, zum Orgel spielen: Meine Frau und ich erfuhren von unserem Bekannten Bernhard Hammerbacher, dass die Christuskirche eine neue Orgel bekommen habe, und er fragte, ob ich Lust hätte, gelegentlich im Gottesdienst auszuhelfen. Diese Möglichkeit habe ich gern wahrgenommen.
Seit dem Jahr 2000 habe ich einen regulären Vertrag, übernehme ca. 30 Gottesdienste pro Jahr. Dazu kommt das gelegentliche Begleiten der Kantorei, was mit besonders viel Freude macht.
Sie spielen für die Kirchengemeinde aber nicht nur in der Christuskirche im Einsatz, oder?
Es muss nicht immer die Orgel sein: Auch auf dem Klavier, z. B. in den Altenheimen, und auf dem Harmonium in Deining spiele ich immer gern.
Haben Sie ein Lieblingsstück?
Ein Lieblingsstück von mir ist das festlich-fröhliche Konzert D-Dur von Charles Avison. Auf der Orgel spiele ich auch gern „Abendliches Land“ von Schostakowitsch, da lasse ich am Ende die Eule auftreten.
(mm)
Musik zum Feierabend am Mittwoch, 28. Mai mit Gerhard Riedel an Orgel & Klavier
