Evang.-Luth. Kirche Deining

Die Evangelische Kirche in Deining - ein guter Ort für die Seele

In der kleinen Baracken-Kirche im Espanweg 5, finden in unregelmäßigen Zeitabständen Gottesdienste statt, ebenso zu den hohen christlichen Festtagen. Dazu ist hier Raum mit etwa 50 Sitzplätzen für Familiengottesdienste, Schulgottesdienste, Taufen, Trauungen und unregelmäßige Veranstaltungen, die das kirchliche Angebot ergänzen.

Ansprechpartner und Vertreter
für die Evang. Kirchengemeinde Neumarkt ist in Deining:

Mesnerin Katrin Sippl,
Tel.: 09184 809481
oder das Pfarramt in Neumarkt.

 

Aus der Geschichte der Evangelischen Kirche in Deining
TextMartin Jahreiß, August 2018


In den Jahren des 2. Weltkrieges kamen verstärkt Kriegsflüchtlinge nach Deining. Unter ihnen waren auch evangelische Christen, die nach dem Kriegsende am Ort sesshaft wurden.

So entstand in der evangelischen Kirchengemeinde in Neumarkt die Überlegung, auch in Deining evangelische Gottesdienste anzubieten. Man traf sich zunächst in Privathäusern, im Wirtshaus, in der Sakristei der katholischen Kirche oder im alten Schulhaus, heute Rathaus. Mehr und mehr entstand das Verlangen nach einer eigenen Kirche oder einem entsprechenden Gottesdienstraum.

1952 wurde ein Architekt beauftragt, über das leer stehende alte Brauhaus in der Leutenbacher Straße ein Gutachten zu erstellen über die Möglichkeit, die dortigen drei Gebäude zu erwerben und in ein „Evangelisches Erholungs- und Altenheim“ mit Kirchenraum umzubauen. Die Planungen und Verhandlungen wurden mit der damaligen Besitzerfamilie Leib geführt. Details über Anzahl und Größe der Zimmer, Gemeinschaftsräume, Speisesaal, Wirtschaftsräume und einen Kirchenraum wurden angedacht. Die Realisierung wurde jedoch aus Kostengründen verworfen und nach einer weiteren Möglichkeit einer Gottesdienststation gesucht.

Der damalige Deininger Lektor Max Hübner wurde von Dekan Karl Krodel beauftragt, diesbezüglich nach einer Möglichkeit zu suchen. Herr Hübner sprach bei Firmeninhaber Pfleiderer vor, eine zum Abriss bestimmte ehemalige Kriegsgefangenen-Baracke für Gottesdienstzwecke zur Verfügung zu stellen. Herr Pfleiderer sagte unter der Bedingung zu, wenn Abbau, Transport und Wiederaufbau der Baracke von der Kirchengemeinde übernommen würde.

Mit der politischen Gemeinde Deining wurde ein Pachtvertrag über das Grundstück im Espanweg geschlossen. Die Pachtrechte mit Zugangs- und Zufahrtsrecht haben Bestand „solange die Kirche steht“. Der Bauplan wurde genehmigt und der Auf- und Umbau der „Notkirche in Deining“ mit einem finanziellen Gesamtaufwand von DM 12.595,33 realisiert.

Nach der Fertigstellung war am 26.10.1952 um 14.15 Uhr die Kirchenweihe mit einem Festzug vom zuletzt genutzten Gottesdienstraum in der Schule (jetzt Rathaus) zur neu errichteten Kirche.

Martin Jahreiß, 18.05.2018

 

Mehr zur Evangelischen Kirche in Deining: > www.deining.de

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