Der Applaus wollte kaum enden. Als die Evangelische Kantorei Neumarkt gemeinsam mit dem Barockorchester „Neue Nürnberger Ratsmusik" und vier Gesangssolisten die Johannespassion von Johann Sebastian Bach zu Ende gebracht hatte, erhoben sich die Besucherinnen und Besucher der gut gefüllten Klosterkirche St. Josef von ihren Plätzen.
Kirchenmusikdirektorin Beatrice Höhn hatte das Ensemble tief in Bachs dramatisches Meisterwerk geführt. Was dabei entstand, war mehr als eine handwerklich überzeugende Aufführung: Chor, Orchester und Solisten machten die Leidensgeschichte Jesu spürbar – konzentriert, leidenschaftlich, berührend.
Besonders der Chor der Kantorei prägte den Abend. Ob in der jubelnden Eröffnung oder in den bedrängenden Rufen nach der Kreuzigung – die Sängerinnen und Sänger gestalteten die verschiedenen dramatischen Szenen mit einer Intensität, die das Publikum in ihren Bann zog. Die vier Solisten Marina Szudra (Sopran), Johanna Krödel (Alt), Tilman Lichdi (Tenor) und Markus Simon (Bass) ergänzten das Ensemble auf höchstem Niveau.
Ein Abend, der zeigt, was Kirchenmusik zu leisten vermag. Ein paar Bildimpressionen gibt es in unserer Fotogalerie.